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Deutsch-polnische Begegnung in Weimar

Kurz vor den Herbstferien machte sich die Erasmus-Projektgruppe mit ihren begleitenden Lehrer auf nach Weimar, der zweiten Station unseres Erasmus-Projekts zum deutsch-polnischen Verhältnis aus Sicht der Jugend. In Weimar kamen wir mit der polnischen Gruppe aus Gdingen zusammen und erlebten sowohl berührende als auch amüsante Momente.


Gruppemfoto vorGoethesHausDie Zugfahrt nach Weimar bzw. die Busfahrt unserer polnischen Freunde verging wie im Flug und alle waren gespannt auf die kommenden Tage. Weimar begrüßte uns mit guten, trockenen Wetter und einer angenehmen Unterkunft, der „Maxim-Gorki“-Jugendherberge. Sie liegt etwas abseits des Stadtzentrums, ist aber auch zu Fuß gut erreichbar. In mehreren, kleineren Zimmern untergebracht, hatten wir vor allem in den Abendstunden viele Möglichkeiten zum deutsch-polnischen Austausch.  

GruppenbesprechungDie vier Tage vor Ort waren eng geplant: Zunächst gab es im gemeinsamen Seminarraum der Jugendherberge erste Kennenlernaktivitäten: Die Teilnehmer erstellten beispielsweise ein „Scrabble“ aus möglichst vielen Namen der Teilnehmer und hängten diese an einer langen Wäscheleine, die quer durch den Raum gespannt war, auf. Bei einer weiteren Aktivität stellten sich alle Schüler nach dem Geburtsdatum in einer Reihe auf. Erschwerender Faktor: Eine Schnur musste stets von allen festgehalten werden, auch beim Tauschen der Plätze, was zu ersten Kontaktmomenten führte und trotz der ungewohnten Nähe viel Spaß machte.

Abends war eine erste gemeinsame Stadterkundung geplant, jedoch regnete es mittlerweile so stark, dass die Teilnahme freiwillig war. Viele Unerschütterliche wagten sich dennoch in die Altstadt und wurden mit einem abendlich ruhigen Weimar belohnt.

BuchenwaldFür den nächsten Tag war der Besuch in der Gedenkstätte Buchenwald vorgesehen, die auf dem Ettersberg ganz in der Nähe von Weimar liegt. Zur Vorbereitung hatten die Schüler bereits in ihren Heimatstädten die historischen Hintergründe recherchiert. In Weimar sammelten wir nun Erwartungen der Schüler an den Besuch der Gedenkstätte. Viele äußerten, dass sie sehr interessiert an den historischen Schauplätzen sind, aber auch befürchten, erschüttert zu werden von dem Grauen, das sich dort ereignet hat. Im Konzentrationslager Buchenwald waren etwa 266.000 Menschen inhaftiert und wurden zur Zwangsarbeit gezwungen und lebten vor allem während des Krieges unter unmenschlichen Verhältnissen. Etwa 56.000 Menschen kamen zu Tode, durch Krankheiten, Erschöpfung und gezielte Ermordung. Aus heutiger Sicht kaum vorstellbar, war das Konzentrationslager in Buchenwald zugleich ein Vorzeigelager: Die SS hatte sich im Halbkreis um den Stacheldrahtbereich ihre Villen errichtet und sogar einen Zoo für die Belustigung ihrer Kinder, Angehörigen und Besucher eingerichtet. Dieser lag direkt an dem Zaun, der das Lager der Inhaftierten umgab und es ist schwer vorstellbar, dass die örtliche Bevölkerung meinte, sie hätte nichts von all dem Geschehen gewusst. Es gab sogar Handwerker aus Weimar, die im Konzentrationslager Arbeiten ausführten oder regelmäßig Waren anlieferten.

Die Vor- und Nachbereitung des KZ Besuches erfolgte getrennt, d.h. die polnische und die deutsche Gruppe setzten sich in eigenen Seminarräumen mit den Erwartungen und Erfahrungen auseinander, da solch ein emotional nahegehendes Thema doch leichter in der eigenen Sprache auszudrücken ist. Danach wurden in der Gesamtgruppe die Ansichten und Eindrücke zusammengeführt und besprochen, auch mit Blick auf die Zukunft in einem geeinten Europa: Was sollte uns allen für die Zukunft in Erinnerung bleiben von diesem dunklen Kapitel der Geschichte? Wie können wir in unserem Alltag rassistische und antisemitische Tendenzen ausschließen? Die Schüler waren im Austausch sehr offen und zeigten großes Engagement für eine tolerante und friedliche Welt.

Stadtrallye2Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Kultur: Im Rahmen einer Stadtrallye im Zentrum Weimars  begaben sich die Schüler auf die Spuren der beiden großen deutschen Denker und Dichter, Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller. Auch wenn sie von ihrer Stellung und vom Alter unterschiedlich waren, waren sie doch gute Freunde und Goethe, der in einer hohen politischen Stellung am Hof des Herzogs, arbeitete, holte Schiller und seine Familie nach Weimar. Beide waren auch mit dem großen polnischen Nationaldichter Adam Mickiewicz befreundet, von dem man  in Weimar ein Denkmal finden kann.

Die Stadtrallye bewältigten die Schüler in polnisch-deutschen Kleingruppen; die Fragen waren auf Stadtrallye11Deutsch und Polnisch gestellt und es klappt so ganz gut, die Aufgaben zu lösen. An den meisten Stationen mussten die Gruppen Selfies machen, um zu belegen, dass sie dort waren. Sonst konnten sie keinen Preis gewinnen. Im Rahmen der Stadterkundung gab es drei feste Besuchstermine: Mit Hilfe von Audioguides erkundeten wir Goethes Wohnhaus, Goethes Gartenhaus und Schillers Wohnhaus. Viele Schüler waren trotz oder gerade wegen der Menge der Eindrücke sehr beeindruckt von den Wohnhäusern und der Möglichkeit, Einblick in das Leben und Wohnen der beiden Dichter zu nehmen.

AbschiedPartykellerDer letzte Abend verlief wie die Abende zuvor sehr kommunikativ. Die deutschen und polnischen Schüler kamen sich nach anfänglicher Distanz näher und verbrachten die Abende in gemischten Gruppen und in regem Austausch. Dabei nutzten sie alle Möglichkeiten der Kommunikation: deutsch, polnisch, englisch und Hand und Fuß. Am Morgen des letzten Tages gab es noch einen gemeinsamen Abschied im Gruppenraum, der deutlich erkennen ließ, wie nahe sich die Gruppen gekommen waren.


Insgesamt war es eine rundum gelungene Begegnung auf „neutralem“ Raum, die uns nicht nur einige neue Fakten und Daten, sondern auch viele bereichernde persönliche Begegnungen gebracht hat. Gerne wieder!

(Für das Team der Lehrer: Simone Mansour, Valentina Sivric)

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